Die Geschichte des Botanisierens in Liechtenstein nimmt erst im 19. Jahrhundert ihren Anfang. Die Erforschung der einheimischen Flora ging damals von Vorarlberg und Tirol (vor allem Feldkirch) sowie von Graubünden (Chur) aus.
Nach der Gründung der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft Liechtenstein-Sarganserland-Werdenberg (BZG) 1970 wurde die liechtensteinische Pflanzenwelt intensiv erforscht. 1977 konnte die von Heinrich Seitter unter Mithilfe von Mario F. Broggi, Wilfried Kaufmann und Edith Waldburger erarbeitete «Flora des Fürstentums Liechtenstein» herausgegeben werden. Seither sind viele weitere Forschungsbeiträge über die Flora unseres Landes entstanden.
In der Vorlesung werden die ersten botanischen Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert und dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts kurz vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt aber auf den Forschungsarbeiten in den letzten 50 Jahren. Damit verbunden ist ein Einblick in die Vielfalt der liechtensteinischen Flora und in die Gefährdung der Biodiversität.